cikago bude archiv
L’Eroica 2012

Dino, Bob, Albertine, Sepp, Simbad, Elisa (vlnr)

Letztes Jahr ist die cikago bude erstmals Ihrem Versorgungsauftrag auch in Italien auf dem Flohmarkt der L’Eroica nachgekommen. Dem Oldtimer-Fahrradrennen am Sonntag geht ja bekanntlich mehrere Tage ein unvergleichlicher Flohmarkt für alte Fahrräder und Fahrradteile sowie Zubehör und Klamotten voraus. Und im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo wir nur am Samstag unseren Stand besetzt hatten, haben wir dieses Jahr volle vier Tage mitgenommen.
Dino, unserer liebgewordener italienischer Standnachbar vom letzten Jahr, organisierte dieses Jahr unsere Standfläche, sodass wir unser beider Tische wieder nebeneinander aufbauen konnten. Schön war das Wiedersehen mit ihm und es dauerte nicht allzu lange, da wurde der erste Rosé geöffnet.

Der positive Effekt eines eigenen Standes, neben den Einnahmen durch den Verkauf von Teilen, ist, dass man sich auf dem großen Flohmarkt nicht die Hacken wundlaufen muss. Man hält sich an seinem eigenen Stand auf und alle kommen vorbei. Ein Punkt zum Treffen und Austauschen. Der angenehmen Atmosphäre zuträglich (und evtl. auch verkaufsfördernd) war das Kofferradio, das Frö und Bob noch kurz vor der Abreise gebaut haben. Zwei kleine Boxen, ein Verstärker, Anschluss für den Mp3-Player, eine Motorradbatterie zur Stromversorgung und das ganze handlich in einer schellackbehandelten Sperrholzkiste verpackt ergibt ein hübsches, kleines Radio. Italoklassiker und Helge Schneider in Dauerschleife.
Unser Stand war wie immer klein und fein und der etwas anderen Art. Der Umsatz war deutlich besser als letztes Jahr aber noch erfreulicher waren die vielen netten Besucher – alle aufzuzählen wäre mir unmöglich. Ein paar wurden aber wenigstens auf Bild gebannt. Einfach der erste Foto an- und dann durchklicken:

Hier noch weitere Impressionen rund um den Flohmarkt und das Örtchen Gaiole:

Dieses Jahr haben wir uns auf der Anreise in die weit entfernte Toskana ein paar Tage mehr Zeit gegönnt. Zum Wochenende kam ja noch der freie Dienstag (Einheitstag) hinzu. Nach Abfahrt am Samstagabend, dem obligatorischen Halt am frankenwalder Brückenraststätte, dem Nebel of Death des Todes in Württemberg waren wir bei Sonnenaufgang bereits mitten in der Schweiz. Chur, St.Moritz und rein nach Italien. Wir hatten einen schönen Campingplatz zu Fuße eines tollen Wasserfalles rausgesucht, Kochen, Entspannen, in der Sonne liegen und natürlich eine kleine Bergwanderung standen auf dem Plan.
Danach ging es noch zum Lago di Como. Frö und ich (rob) statteten der Madonna del Ghilasso einen Besuch ab und erboten um den nötigen Beistand für das Fahrradrennen der L’Eroica. Die restlichen touristischen Eindrücke waren leider getrübt durch stressiges Autofahren und die stundenlange Suche nach einem geöffneten Campingplatz sowie später am Abend einem geöffneten Restaurant. Anfang Oktober ist halt keine Saison mehr in Italien. 25°C und Sonnenschein nennt man dort nicht mehr Sommer. Also schnell runter in die Toskana. Das Wetter hat uns übrigens sehr verwöhnt, wie man den Fotos entnehmen kann.

Anreise, Alpen, Lago di Como und Madonna del Ghisallo:

Las Thermas de Petrolio:

Am Sonntag der L’Eroica wurde auch Rad gefahren! Frö, boom und ich haben wieder die lange Strecke in Angriff genommen; 205 unerbitterliche Kilometer durch die bergige Toskana. Aber der einzige bedeckte Tag der ganzen Woche bescherte und angenehm warme Temperaturen am frühen Morgen (Start um 05:00) und kühle, fast schon schattige Verhältnisse den ganzen Tag über. Das beste Wetter zum Radfahren. Zum Rennen selber gibt es wenig zu sagen. Es wurde halt Rad gefahren. Nur eins: Es war zu voll! Bitte, liebe L’Eroica-Organisatoren, lasst kommendes Jahr wieder weniger Starter auf die kurzen Strecken!
Nach elf (boom) bzw. elfeinhalb Stunden (Frö und ich) erreichten wir in persönlicher Bestzeit das Ziel. Fotos gibt es lediglich von den Rennmaschinen am Tag nach der Tortur:

rb