cikago bude archiv
Zum Wilden Bär

Der Bruder von Bobs Freundin, also quasi sein Schwager, heisst Enrico und betreibt in einem kleinen Ort im Norden Sachsens den urig-schönen Gasthof Zum Wilden Bär. In akribischer Eigenregie und mit viel Fleiß wurde der Gasthof wieder hergerichtet und er wird sehr sympathisch geführt. Der ringsherum in den Dörfern wohnenden Verwandtschaft von Katja wollten wir von der cikago bude mal an einem Wochenende die Möglichkeit geben, ihre Räder dorthin mitzubringen und durchzusehen bzw. reparieren zu lassen. Soviel zur Vorgeschichte. Als erstes stand die Anreise mit dem alten Käfer von Katja, mit vier Leuten, voll bepackt und inklusive Montageständer. Auch an diesem Tag regnete es und so reisten wir mit einer stressfreien Geschwindigkeit von nicht über 80km/h über die Autobahn von Berlin gen Süden.

Schon dunkel war es als wir im Wilden Bär ankamen. Sofort kam Andrea nach draußen und streckte uns jedem ein zehn Minuten zuvor telefonisch bestelltes Fassbier entgegen. Und da wir uns den örtlichen Gegebenheiten nicht verweigern wollten, nahm der Abend am Stammtisch des Lokals seinen Lauf.

Da das Wetter auch am Sonntag nicht besonders gut war, rechneten wir kaum mit Kundschaft und konzentrierten uns eher auf’s Auskatern. Aber kurz nachm Mittag kamen die ersten Verwandten und auch der Nieselregen gab nach. Mit unserer Notfall-Reise-Reperaturaustattung und wie immer etwas Geschick konnten wir die meisten Probleme an den Rädern beheben.
Aufgrund des bescheidenen Wetters war zwar der Biergarten nicht besetzt und keine anderen radfahrenden Gäste da, doch zumindest die Verwandten hatten ihren Spass beim Treffen im Gasthof, während wir die Fahrräder verarzteten.

Am Nachmittag wurden wir herzlich mit Kuchen, Kaffee, veganger und normaler Bohnensuppe sowie Kichererbsenbrätlingen versorgt. Die Gastfreundschaft von Andrea und Enrico kummulierte in einem letzten Bierchen und am frühen Abend mussten wir dann leider schon wieder die Heimreise antreten. Zurück ins verregnete Berlin, im Gepäck zwei schöne letzte Tage und ein paar neue, verrückte Ideen.